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Debatte um Einfamilienhäuser – ein Kommentar von Patrick Stöben

Patrick Stoeben mittelPatrick Stöben, Geschäftsführer der OTTO STÖBEN GmbH, sieht in der aktuellen Diskussion keine ausreichende Berücksichtigung der Lebensplanung vieler Menschen.

Ausgelöst durch ein Spiegel-Interview des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, wird das Thema des ‚Verbots’ von Einfamilienhausbebauung aktuell bundesweit heiß diskutiert. Durch Hofreiter selbst wurde zwar kein generelles Verbot des Eigenheimneubaus gefordert, jedoch sind mancherorts in neuen Bebauungsplänen schon jetzt keine Einfamilienhäuser mehr vorgesehen. So jüngst geschehen im Bezirk Hamburg-Nord, dessen zuständiger Bezirksleiter ein Parteikollege Anton Hofreiters ist.

Neu ist die Diskussion um den Neubau eigener vier Wände nicht. Die Argumente sind seit Jahren dieselben: Zersiedelung, Klimaschutz, Verbrauch von Flächen, Baustoffen und Energie, Versiegelung von Böden sowie die steigende Belastung durch den Pendlerverkehr.
Über den Wohnungsbau entscheiden die einzelnen Kommunen. Sie bestimmen, in welcher Form die Bebauung stattfindet. Die Bebauung mit Eigenheimen im städtischen Raum und dessen Randgebieten wird schon längst sehr zurückhaltend gehandhabt, unabhängig davon, welcher Partei die lokalen Entscheidungsträger angehören.

Die Einfamilienhausbebauung zu begrenzen, geht an der Lebensplanung vieler Menschen – insbesondere junger Familien – vorbei. Nur das Einfamilienhaus bietet genügend Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten, die Kinder können naturnah aufwachsen. Hier lässt es sich konfliktfreier wohnen als in einer Wohnungseigentümergemeinschaft; zudem bietet der Geschossbau einer WEG kaum Veränderungspotential. Ein Einfamilienhaus kann durch Modernisierungen an aktuelle Wohnformen angepasst werden. Das wirkt sich zunehmend auch auf den Klimaschutz aus. Neubauten werden heutzutage schon von vornherein energieeffizient, schadstofffrei und nachhaltig geplant.

Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass grundsätzlich der Erwerb von Immobilieneigentum politisch gebremst oder zumindest nicht erwünscht ist. Das Baukindergeld wurde nur zeitlich begrenzt eingeführt, die fällige Grunderwerbsteuer macht einen nicht unerheblichen Anteil der Kaufsumme aus und wie die Grundsteuer zukünftig bemessen wird, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen.

Bauland zur Einfamilienhausbebauung ist durch die Präferenz zu Mehrfamilienhäusern in den Bebauungsplänen vielerorts knapp, dadurch heiß begehrt und trotz niedriger Zinsen für viele finanziell nicht zu stemmen. Dabei ist der Wunsch der Deutschen nach Wohneigentum unvermindert hoch: Dreiviertel der bundesdeutschen Bevölkerung würde gern mietfrei wohnen.

Nach einer Analyse des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2018 belegt Deutschland im europäischen Ranking beim Wohneigentum mit ca. 40 % einen der hinteren Plätze. An der Spitze liegt Rumänien mit einem Wohneigentumsanteil in der Bevölkerung von über 95 %, in Norwegen knapp über 80 %, Frankreich und Großbritannien erreichen über 60 %.
Dabei liegen die Vorteile eines Eigenheimes auf der Hand: Eine Immobilie ist eine stabile Säule der Altersabsicherung, gerade im Hinblick auf das sinkende Rentenniveau. Sie ist eine gut kalkulierbare, sofort selbst zu nutzende und wertstabile Geldanlage. Ihre Bewohner empfinden eine höhere Lebensqualität und Unabhängigkeit. Zudem kann durch viele Maßnahmen und Förderungen gerade im Bereich der Eigenheimnutzung Klima- und Umweltschutz groß geschrieben werden.

 

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